ergreifend:
O Tell!
Ihr rettet meine Seele von Verzweiflung.
Tell:
Lasst meine Hand los - Ihr müsst fort. Hier könnt
Ihr unentdeckt nicht bleiben, könnt entdeckt
Auf Schutz nicht rechnen - Wo gedenkt Ihr hin?
Wo hofft Ihr Ruh zu finden?
Parricida:
Weiß ich's? Ach!
Tell:
Hört was mir Gott ins Herz gibt - Ihr müsst fort
Ins Land Italien, nach Sankt Peters Stadt,
Dort werft Ihr Euch dem Papst zu Füßen, beichtet
Ihm Eure Schuld und löset Eure Seele.
Parricida:
Wird er mich nicht dem Rächer überliefern?
Tell:
Was er Euch tut, das nehmet an von Gott.
Parricida:
Wie komm ich in das unbekannte Land?
Ich bin des Wegs nicht kundig, wage nicht
Zu Wanderern die Schritte zu gesellen.
Tell:
Den Weg will ich Euch nennen, merket wohl!
Ihr steigt hinauf, dem Strom der Reuss entgegen,
Die wildes Laufes von dem Berge stürzt -
Parricida erschrickt:
Seh ich die Reuss? Sie floss bei meiner Tat.
Tell:
Am Abgrund geht der Weg und viele Kreuze
Bezeichnen ihn, errichtet zum Gedächtnis
Der Wanderer, die die Lawine begraben.
Parricida:
Ich fürchte nicht die Schrecken der Natur,
Wenn ich des Herzens wilde Qualen zähme.
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